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08.06.2008
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14.09.2008
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Besuch des „Schnuteputzers Friseurmuseum"
Anfang Dezember besuchten die Berufsfachschule Körperpflege, das
Berufseinstiegsjahr Kosmetik und das 1. Ausbildungsjahr der Friseure das
"Schnuteputzers Friseurmuseum" im nahe gelegenen Altlußheim. Vielen Schüler war
nicht bekannt, dass in unserem Schulbezirk ein derart gut bestücktes Museum, das
"1. öffentliche private Friseurmuseum in Baden-Württemberg", existiert.
Willi Dörr, Vorsitzender des Fördervereins und Gründervater des Museums, führte
uns 2 Stunden lang durch das kleine aber feine Museum im Obergeschoss des
Altlußheimer Mehrzweckgebäudes. Er erläuterte die unterschiedlichen
Friseureinrichtungen und ihre Besonderheiten von 1900 bis 2008. Die älteste
Saloneinrichtung stammt aus der Jahrhundertwende, um 1900, die neueste schmückt
ein Graffiti aus dem Jahre 2008. Der Friseurmeister mit Leib und Seele führte
den Schülern Handwerkszeug aus alten Zeiten vor, darunter antik anmutende
Ondulierscheren und Kreppeisen, Bartschneider und Trockenhauben. Auch
Kuriositäten wie z.B. eine Rasierklingenschleifmaschine befinden sich in seiner
Sammlung und einige Gegenstände erinnerten so manchen Schüler wohl eher an
Folterinstrumente. Anfang des 20. Jahrhunderts kam der chemischen Dauerwelle
eine große Bedeutung zu. Einer der ersten in Deutschland hergestellten
Dauerwellapparate ist ebenfalls in der Ausstellung zu bewundern. Die Wickler und
somit auch die Haare wurden auf 120°C aufgeheizt und der ein oder andere Friseur
hat sich seinerzeit wohl daran die Finger - und vielleicht auch ein paar
Kundenhaare verbrannt. Wer schön sein wollte, musste wohl schon immer leiden.
"Bis in die 20er Jahre haben die Coiffeure aber nicht nur Haare geschnitten und
Bärte rasiert", lacht Willi Dörr, und erklärt den erstaunten Schülern, dass
früher in den Friseursalons auch Zähne gezogen und andere kleinere medizinische
Eingriffe durchgeführt wurden, "... weil es auf dem Land eben keine studierten
Ärzte gab". Für alle Kosmetikbegeisterten gewährte uns Herr Dörr auch einen
Blick in das "Beautycase" einer Dame aus dem Jahre 1920, dessen Ausstattung für
die damalige Zeit höchst umfangreich und modern war.
Eines wurde an diesem Tag deutlich: ob früher oder heute, mit dem Werkstoff Haar
sind der Kreativität des Friseurs fast keine Grenzen gesetzt. Eine spannende
Herausforderung für unsere ideenreichen Jugendlichen.
Für alle, die jetzt neugierig geworden sind, hier die Adresse der Homepage des
Museums:
www.schnuteputzer.de











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