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Schulträger: Rhein-Neckar-Kreis

 

 

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16.04.2012
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28.11.2011
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"Schnuteputzers Friseurmuseum"


08.06.2008
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14.09.2008
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Besuch des „Schnuteputzers Friseurmuseum"


 

Anfang Dezember besuchten die Berufsfachschule Körperpflege, das Berufseinstiegsjahr Kosmetik und das 1. Ausbildungsjahr der Friseure das "Schnuteputzers Friseurmuseum" im nahe gelegenen Altlußheim. Vielen Schüler war nicht bekannt, dass in unserem Schulbezirk ein derart gut bestücktes Museum, das "1. öffentliche private Friseurmuseum in Baden-Württemberg", existiert.
Willi Dörr, Vorsitzender des Fördervereins und Gründervater des Museums, führte uns 2 Stunden lang durch das kleine aber feine Museum im Obergeschoss des Altlußheimer Mehrzweckgebäudes. Er erläuterte die unterschiedlichen Friseureinrichtungen und ihre Besonderheiten von 1900 bis 2008. Die älteste Saloneinrichtung stammt aus der Jahrhundertwende, um 1900, die neueste schmückt ein Graffiti aus dem Jahre 2008. Der Friseurmeister mit Leib und Seele führte den Schülern Handwerkszeug aus alten Zeiten vor, darunter antik anmutende Ondulierscheren und Kreppeisen, Bartschneider und Trockenhauben. Auch Kuriositäten wie z.B. eine Rasierklingenschleifmaschine befinden sich in seiner Sammlung und einige Gegenstände erinnerten so manchen Schüler wohl eher an Folterinstrumente. Anfang des 20. Jahrhunderts kam der chemischen Dauerwelle eine große Bedeutung zu. Einer der ersten in Deutschland hergestellten Dauerwellapparate ist ebenfalls in der Ausstellung zu bewundern. Die Wickler und somit auch die Haare wurden auf 120°C aufgeheizt und der ein oder andere Friseur hat sich seinerzeit wohl daran die Finger - und vielleicht auch ein paar Kundenhaare verbrannt. Wer schön sein wollte, musste wohl schon immer leiden.
"Bis in die 20er Jahre haben die Coiffeure aber nicht nur Haare geschnitten und Bärte rasiert", lacht Willi Dörr, und erklärt den erstaunten Schülern, dass früher in den Friseursalons auch Zähne gezogen und andere kleinere medizinische Eingriffe durchgeführt wurden, "... weil es auf dem Land eben keine studierten Ärzte gab". Für alle Kosmetikbegeisterten gewährte uns Herr Dörr auch einen Blick in das "Beautycase" einer Dame aus dem Jahre 1920, dessen Ausstattung für die damalige Zeit höchst umfangreich und modern war.
Eines wurde an diesem Tag deutlich: ob früher oder heute, mit dem Werkstoff Haar sind der Kreativität des Friseurs fast keine Grenzen gesetzt. Eine spannende Herausforderung für unsere ideenreichen Jugendlichen.
Für alle, die jetzt neugierig geworden sind, hier die Adresse der Homepage des Museums: www.schnuteputzer.de