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02.10.2010
Meisterprüfungsprojekte Tischler
26.07.2010
Besuch des Landrats
23.07.2010
Abschlussfeier Sommer 2010
16.07.2010
Abschlussfeier-Technikerschüler
05. und 12.07.2010
Gesellenprüfung der Friseure
09.07.2010
Projekt Mechatroniker
28.06.2010 - 02.07.2010
Präsentation der Technikerarbeiten
11.06.2010
Fachtagung zur Metallbearbeitung
29.05.2010
Fachvortrag zur Existenzgründung
24.03.2010
Berufsschultag bei WELLA
13.03.2010
Meisterprüfungsprojekte Tischler
02.03.2010
Zwischenprüfung Mechatroniker
04.02.2010
Exkursion
zur Hochtechnologie
21.01.2010
Skiausflug
in den Nordschwarzwald
15.01.2010
Schwetzinger
High-Tech-Tage 2010
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Innovative Antriebstechnik für die Zukunft
Schwetzinger
HighTechTage 2010 gingen in die zweite Runde
... zu den Bildern
„Aus Sicht der Hightech-Industrie ist eine Steigerung der
Bildungsausgaben um einen Prozent gemessen am Brutto-Inlands-Produkt
innerhalb von 5 Jahren notwendig“, führte Schulleiter Erhard Fein in
seinen Begrüßungsworten zur Eröffnung der zweiten Schwetzinger
HighTechTagen an. Dies seien 25 Mrd. Euro zusätzlich, mit denen sich
Deutschland nur schrittweise dem Mittelwert der hoch entwickelten
Industrienationen nähere. Gleichzeitig kündige aber Minister
Stächele gerade im Bildungsbereich Kosteneinsparungen an. Schon John
F. Kennedy erkannte, dass es nur eines gibt, das auf Dauer teurer
ist als Bildung – keine Bildung, so der Oberstudiendirektor weiter.
Die Ehrhart-Schott-Schule ist bereits zum zweiten Mal nach 2008
Gastgeber der besonderen Leistungsschau. Nach dieser zum Nachdenken
anregenden Einführung verwies der Schulleiter auf die Tatsache, dass
die Ehrhart-Schott-Schule sich dennoch glücklich schätzen könne und
dies in zweierlei Hinsicht. Zum einen investierte der
Rhein-Neckar-Kreis als Schulträger in den vergangenen Jahren weit
über 15 Mio. Euro in die Baumaßnahmen und die Ausstattung der
gewerblichen Schule. Zum anderen konnten durch veränderte
Einstellpraktiken seitens des Kultusministeriums hochqualifizierte
Mitarbeiter aus der Industrie als Lehrkräfte gewonnen werden.
Eine fundierte Auseinandersetzung mit technischen Systemen, mit
Mathematik, Naturwissenschaft und Technik sei aber nur dann
erfolgreich möglich, wenn bereits in der frühkindlichen Bildung –
also in Kitas oder Grundschulen – die Basis gelegt werde.
Nach den einleitenden Worten Erhard Feins stellten sich die
ausstellenden Unternehmen in kurzen Präsentationen vor und gaben
einen Ausblick auf das, was den Besucher in den
Ausstellungsbereichen erwarten sollte.
Am zweiten Veranstaltungstag stellte der Geschäftsführer des
Fördevereins der Ehrhart-Schott-Schule Herr Roland Haas diesen als
Sponsor der Veranstaltung vor und bedankte sich für das Engagement
der Aussteller.
Haas übergab an diesem Vormittag das Wort an Oberbürgermeister Dr.
Rene Pöltl. Dieser bekannte, wie gerne er an diese Schule komme, und
brachte seinen Stolz zum Ausdruck, in Schwetzingen eine solche
Bildungsstätte zu haben, auch wenn die Stadt selbst nicht der
Schulträger sei. Gleichzeitig griff er die Worte Erhard Feins auf
und bestätigte die Notwendigkeit beruflicher Bildung auf
technologisch höchstem Niveau. Anschließend ließ er sich von
Schulleiter Fein und einigen Ausstellern deren Technologie
erläutern.
Das Haus Igus GmbH aus Köln fertigt und vertreibt Gleitlagerungen
und -führungen aus selbst entwickeltem technischem Kunststoff. Die
Besonderheit ist, dass diese Maschinenelemente keinerlei Schmierung
und Wartung bedürfen, was zu einer hohen Betriebssicherheit fast
überall im Maschinen-, Anlagen und Fahrzeugbau führt. Als weiteres
Standbein bietet das rheinländische Unternehmen
Energieführungsketten an. Dies sind Gliederketten, innerhalb derer
sich Strom-, Luft- und Ölleitungen integrieren und abschirmen
lassen, dass diese zum Beispiel in Werkzeugmaschinen oder Robotern
nicht in den Arbeitsbereich gelangen können. Vertreten durch die
Vertriebsingenieure Axel Schoch und Markus Stilling wurde eine
riesige Auswahl der Produkte an einem einladenden und aufwendig
aufgebauten Messestand vorgestellt. Hier konnten die Exponate in
einer Dauerausstellung und in individuellen Fachgesprächen
begutachtet und diskutiert werden.
Der geschäftsführende Gesellschafter des mittelständischen
Unternehmens Kammerer Gewindetechnik GmbH in Hornberg-Niederwasser,
Herr Peter Kammerer selbst, ließ es sich nicht nehmen, an dieser
Veranstaltung sein Spitzenprodukt, den Kugelgewindetrieb
vorzustellen. Die Aufgabe dieses Basiselements ist es, die
Drehbewegung, die ein Antrieb liefert, in eine translatorische, also
lineare Bewegung, umzusetzen. Die Besonderheit ist hierbei der hohe
Wirkungsgrad, der aufgrund der lediglich vorhandenen Rollreibung
realisierbar ist. Kugelgewindetriebe werden überall dort eingesetzt,
wo exakte Linearbewegungen gefordert sind, insbesondere in
Werkzeugmaschinen, aber unlängst auch in der PKW-Lenkung. Die
Fertigungstechnik und die Technologie dieser hochwertigen Produkte,
aber auch konstruktive Detailinformationen wurden in geschlossenen
Fachvorträgen und offenen Ausstellungen mitunter anhand sehr
anschaulicher Exponate erläutert.
Zykloidgetriebe werden als hochpräzise Positionierelemente zum
Beispiel in Flugzeugleitwerken, in Werkzeugmaschinen oder
Industrierobotern eingesetzt. Das Einsatzgebiet dieser
hochübersetzten Getriebe erstreckt sich jedoch auf alle Bereiche der
Technik, sofern hohe Positioniertreue und Genauigkeit gefordert
sind. Die Herren Daniel Obladen, Projektingenieur des Herstellers
Nabtesco Precision Europe aus Düsseldorf und Bernd Doleschel,
Geschäftsführer der Vertriebs- und Dienstleistungsgesellschaft B+K
Antriebselemente GmbH aus Westhausen stellten ihr Produkt in Form
von Projektierungsbeispielen in geschlossenen Seminaren vor. Im
Anschluss standen die Fachmänner für spezielle Fragen im offenen
Fachgespräch unter Einbeziehung zahlreicher Exponate zur Verfügung.
Um eine Welle mit einer weiteren Welle zu verbinden und dabei die
Bewegung auch noch sehr präzise zu übertragen werden Kupplungen
eingesetzt. Dass Kupplungstechnik weit über die alltägliche
Anwendung in PKW hinausgeht, demonstrierten die Herren Heiko Gabeli,
Vertriebsleiter und Andrej Repp, Gebietsleiter des Herstellers R+W
Antriebselemente GmbH. In einer offenen Ausstellung und
individuellen Fachgesprächen stellten die Experten aus dem
fränkischen Klingenberg ihre Produkte anhand von Anschauungsobjekten
sehr praxisnah vor. Torsionssteife Metallbalgkupplungen werden zur
hochgenauen Bewegungsübertragung, drehelastische Klauenkupplungen
zur Stoßdämpfung eingesetzt. Sicherheitskupplungen vermeiden
kostenintensive Beschädigungen in Antriebseinheiten, indem sie die
Verbindung bei Fehlfunktionen schlagartigen trennen.
Zu Beginn einer Antriebsapplikation, zum Beispiel in Förderanlagen
der Getränke- oder Automobilindustrie, aber auch in
Werkzeugmaschinen, steht der Antrieb selbst. Dieser ist in der Regel
in Form eines Elektromotors der Konstruktion vorgeschaltet. Gregor
Wohlfart, u.a. Bildungsbeauftragter des regionalen Weltunternehmens
SEW Eurodrive GmbH & Co. KG, demonstrierte die Inbetriebnahme eines
Servoantriebs mit Servoumrichter. Ein Servoantrieb ist ein
geregelter Elektromotor, der somit mit variablen Drehzahlen arbeiten
kann. Hierbei wurde eine zahnriemengetriebene Linearachse, der ein
Servoantrieb vorgeschaltet wurde, von den Besuchern innerhalb eines
geschlossenen Workshops unter Anwendung der modernsten Software, die
auch an der Ehrhart-Schott-Schule eingesetzt wird, in Betrieb
genommen. Im Anschluss stand der Vertriebsingenieur zur Diskussion
und zu Fachgesprächen zu Verfügung.
Die Hausmesse, die von den Lehrern Oberstudienrat Andreas
Schlotterer, Gewerbeschulrat Markus Bürger, und den
Wissenschaftlichen Lehrern Jürgen Megerle und Ute Jutt hervorragend
vorbereitet war erfreute sich eines sehr hohen Zulaufs von Schülern,
Industrie- und Hochschulvertretern sowie weiterer interessierter
Besucher. Insgesamt nahmen rund 350 Gäste die Möglichkeit der
Information im Hochtechnologiebereich an den beiden Öffnungstagen
wahr.
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